Das Longboarden erlebt nicht mehr den Höhepunkt

Der Spätsommer 2014 und das Jahr 2015 waren tolle Jahre für alle begeisterten Boarder, gerade für die Longboarder. Denn im Zuge der Longboard Tour von Dner, ungespielt und co., welche im Oktober 2014 stattfand, verzeichnete der Sport Tausende Neuankömmlinge. Wo man nur hinblickte, egal ob Schulwege, Schulhöfe, Stadtstraßen oder Dorfwege. Überall fuhren jeden Tag Longboarder vorbei und legten kleinere bis größere Strecken zurück. Man könnte eigentlich meinen, dass die neuen Fans auch beim Longboarding bleiben und Jahr für Jahr aktiv teilhaben. Wie sich allerdings im Verlauf von 2017 bisher herausstellt, klingt die Beliebtheit vom Longboarding ab. Und das ist nicht nur dem dürftigen Wetter, das keineswegs an Sommer erinnert, gedankt. Denn auch im relativ kalten Oktober 2014 gab es viele Longboarder – die Kälte spielte zu diesem Zeitpunkt keine Rolle.

Lagen die Skater also richtig, dass es sich nur um einen kleinen Hype unter “den Kiddies” handelt und die meisten Longboarder dem Sport innerhalb weniger Jahre wieder vollständig abgewandt sind? Womöglich, auch wenn die überspitzte Formulierung nicht ganz zutrifft. Wie bei allen Dingen, die gehyped werden, gibt es irgendwann auch wieder ein Tief. Denn nicht alle Personen bleiben bei einem Hype für immer dabei. Viele probierten das Longboarding nur aus, oder wollten lediglich die Tour von Dner nachmachen.

So können wir also heute, im Jahr 2017 ein kleines Tief innerhalb der Szene feststellen. Ist Longboarden deshalb aber wirklich unbeliebt? Wohl eher nicht. Denn die Zahl der Longboarder im Vergleich zu den Jahren vor 2013 ist immer noch hoch. Und wer heute noch nicht vom Hype aus 2014 abgesprungen ist, der wird es wohl auch aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr tun. Denkbar wäre auch, dass Longboards in den nächsten Jahren eine zweite große Welle erleben, die die Szene erneut so wie vor knapp 3 Jahren belebt.